Die Geschichte der Kantine

Attisholz Geschichte Kantine88

Die Kantine, mit ihrem verwegenen Charme, war ursprünglich eine Portierloge. Die Büezer der Zellulose Fabrik Attisholz werden damals durch diese, auch heute noch sehr schönen, in Holz gefassten Flügeltüren hereingekommen sein, um dem Portier ihre Namen anzugeben, welche dieser dann mit frisch gespitztem Bleistift in seine Bücher eintrug.

Später werden Stempeluhren die Zeit hier vertickt und ungezählte Hände ihre Stundenkarte in die Uhren zum Abstempeln hinein Klack! -und wieder herausgezogen haben. Im Jahr 2008 nach mehr als hundert Jahren Produktion, hörten die Uhren zu ticken auf, das Industrieungeheuer legte seinen Bauch in Falten und verschied: Die Fabrik schloss ihre Tore, Stille und Staub legte sich über die Dinge.

2016 kam mit einer wilden Horde von Kunstschaffenden neues Leben in das stillgelegte Areal. Drei Monate lang trieben sie hier mit dem Projekt „Kettenreaktion 16“ ihr Unwesen. Es wären keine Künstler gewesen, wenn sie sich nicht einen Treff eingerichtet hätten, um bequem hinzuhocken, um miteinander das Geschaffene und Werdende zu besprechen; ein Bier zu trinken, ein warme Suppe zu löffeln, eine Kante Brot mit Käse oder einen Apfel zu essen.

Nach dieser Sturmflut der Künste wurde das damalige „Kettencafé“ zum Vereinslokal von BTS, der sich für Kunst im öffentlichen Raum stark macht. Er ist auch jetzt mit zeitgenössisch urbaner Kunst in der Kantine präsent und bietet diverse Werke zum Verkauf an. Die Initiative dieses Vereins und der kameradschaftliche Handschlag der neuen Eigentümer des Areals, ermöglichte den Wandel zu einer öffentlichen Schenke.

Voilà, jetzt sind wir im Hier und Heute angelangt: Was es nun seit Sommer 2018 in der Kantine zu erleben, zu geniessen und zu feiern gilt, diese Geschichten schreiben Gastgeber Ueli Wüthrich mit seinem Team und natürlich vor allem Sie, als herzlich eingeladene und willkommen geheissene Gäste und Besucher.

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